Das Geschriebene geht tiefer und bleibt länger im Herzen

Bücher lesen, das ist eine meiner Leidenschaften. Gedanken aus Texten, die mich im Innersten berühren, schreibe ich auf. Kurze Impulse schreibe ich auf eine Karteikarte und lege sie in mein Portemonnaie. Manchmal schreibe ich sie auch auf Papyrus und denke dabei an die Zeit, wie die Menschen in früheren Zeiten bedeutsame Worte festgehalten und aufgeschrieben haben. Menschen, die regelmäßig zu den Agapefeiern kommen, wissen, dass ich ihnen sehr oft eine solche Impulskarte für ihr Portemonnaie mitgebe, in der Hoffnung, dass sie sie bei guter Gelegenheit hervorholen und sich daran erfreuen. Wenn ich z. B. auf einen Menschen warten muss, im Wartezimmer beim Arzt sitze oder woanders, dann greife ich zu dem Impuls in meinem Portemonnaie, lasse ihn auf mich wirken und bringe ihn mit meinem Leben in Verbindung. Das mache ich sehr gern und spüre dabei, dass ich lebe, spüre und denke. Im Buch „Nein sagen“ von Matthias Brand, dem Sohn von Willy Brandt, las ich auf Seite 69 ein Wort, das ich immer wieder hervorhole und das mich zutiefst berührt, weil ich es ähnlich empfinde:
„Es ist seltsam, wie man zu Papieren, zu Büchern, zu Literatur, die man in den Händen hält, eine Beziehung entwickeln kann, die fast persönlich wird. Das geschieht manchmal im Schauspielerberuf, und das sind dann die glücklichsten Augenblicke überhaupt, als würde man nicht lesen, sondern sich miteinander unterhalten.“
Ich bin kein Schauspieler, aber auch ich tauche immer wieder in liebevolle Worte ein. Die geschriebenen Worte werden zu einem Gespräch, zu einem Miteinander, zu glücklichen Augenblicken. Warten müssen, das bedeutet für nicht wenige Menschen Langeweile, Ungeduld, Stress, Ärgernis. Wenn ich selbst keinen Zeitdruck habe, greife ich dann zu meinem Portemonnaie und hole das Kärtchen heraus, das ich gerade bei mir habe. Das Warten wird für mich dann zur Kraftquelle, zum Innehalten, zur Entschleunigung, zu glücklichen Momenten.
Welches Wort liegt zur Zeit in meinem Portemonnaie?
Ich sage es Ihnen gern. Es ist von Mahatma Gandhi (1869-1948) und war sein tägliches Gebet:
Ich will bei der Wahrheit bleiben.
Ich will mich keiner Ungerechtigkeit beugen.
Ich will frei sein von Furcht.
Ich will keine Gewalt anwenden.
Ich will guten Willens sein gegen jedermann.

Vielleicht greifen Sie meine Anregung auf und nehmen ein Wort, das sie berührt und nachdenklich gemacht hat mit in ihren Alltag. Es können Augenblicke des Glücks werden.

Euer / Ihr

Thomas Laufmöller

friedensbotschaften-Newsletter

Newsletter

Melden Sie sich hier für den Newsletter der „Friedensbotschaften“ an. Sie erhalten so automatisch aktuelle Informationen und Impulse per E-Mail. Tragen Sie Ihre E-Mail-Adresse ein. Prüfen Sie Ihren Mail-Posteingang oder Spam-Ordner, um Ihr Abonnement zu bestätigen.

Sie haben sich erfolgreich eingetragen. Prüfen Sie Ihren Mail-Posteingang oder Spam-Ordner, um Ihr Abonnement zu bestätigen.

DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner